Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit - Die FNSt beteiligt sich am zweiten Weltkongress für Nahost-Forschung [Druckversion]
Die FNSt beteiligt sich am zweiten Weltkongress für Nahost-Forschung
Vom 11.-16. Juni 2006 fand in der Amman der 2. Weltkongress zur Nahost-Forschung unter der Schirmherrschaft des jordani- schen Königs Abdullah II und seines Bruders Prinz Hassan, Präsident von WOCMES II, statt.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung beteiligt sich am zweiten Weltkongress für Nahost-Forschung
Vom 11.-16. Juni 2006 fand in der Amman der 2. Weltkongress zur Nahost-Forschung (Second World Kongress for Middle Eastern Studies) unter der Schirmherrschaft des jordanischen Königs Abdullah II und seines Bruders Prinz Hassan, Präsident von WOCMES II, statt. Der erste Kongress hatte 2002 in Mainz stattgefunden.
Der Kongress wurde von “The Royal Institute for Interfaith Studies“ (RIIFS) in Jordanien und dem Internationalen Sekretariat des Kongresses organisiert. Verschiedene jordanische und internationale Institutionen, akademische Einrichtungen, Firmen und private Geschäftsleute leisteten finanzielle Beiträge.
Über 2500 Teilnehmer aus allen relevanten wissenschaftlichen Disziplinen und aus allen Kontinenten machten den Kongress zu einem interessanten und informativen Treffpunkt. Über 250 verschiedene Veranstaltungen fanden innerhalb dieser fünf Tage statt - die Themenschwerpunkte reichten von der frühislamischen Forschung über Ethik, Philosophie, Architektur, Wirtschaft, Gesellschaft bis hin zu aktuellen politischen Themen und Entwicklungen wie z. B. dem palästinensisch-israelischen Konflikt.
In diesem Kontext hatte die Stiftung in Kooperation mit ihren israelischen und palästinensischen Partnern die Idee einer gemeinsamen Beteiligung an dem Kongress entwickelt, um das gemeinsame Projekt “Shared Histories“ einer breiteren Internationalen Öffentlichkeit vorzustellen. Die Ergebnisse der vor zwei Monaten beendeten zweite Phase des Projekts, an dem Historiker aus Israel und Palästina in intensiven Gesprächen und Forschungen mitwirken, sollten auf dem Kongress bekannt gemacht werden.
Darüber hinaus sollte der versammelten akademischen Nahost-Öffentlichkeit die wichtige Arbeit der Stiftung im Bereich des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern in einem sehr sensiblen Bereich des Konflikts - der verschiedenen historischen Narrative beider Seiten - präsentiert werden.
An der Vorstellung des Projekts am Kongress unter dem Titel "The Historical Narratives of Palestinians and Israeli“ beteiligten sich die drei Leiter der Partnerorganisationen: Paul Scham für das Middle East Institute in Washington, Walid Salem für die palästinensische Institution PANORAMA - Palestinian Center for Dissemination of Democracy and Community Development und Benjamin Pogrund für das israelische YAKAR Center for Social Concern.
Herr Nidal Foqah vertrat einen palästinensischen Wissenschaftler von der Al-Quds Universität mit einem Vortrag über "Konkurrierende Narrative von Israelis und Palästinensern". Herr Scham referierte über “The Conflicting Narratives of Camp David as an Obstacle to Peacemaking”. Herr Salem sprach über “Palestinians and the Holocaust” und Herr Pogrund hielt seinen Vortrag über “Israeli and Palestinian Narratives: Insight from the South African Experience.
In Anschluss an die Referate der Wissenschaftler fand eine sehr lebendige und zum Teil emotionale Diskussion statt, bei der aktuelle politische Entwicklungen im israelisch-palästinensischen Konflikt nicht ausgespart blieben.
An der Sitzung, die von dem Mitarbeiter der Stiftung in Jerusalem, Herrn Suleiman Abu Dayyeh, geleitet wurde, nahmen 60 Personen teil.
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